EMDR
EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) ist eine wissenschaftlich anerkannte psychotherapeutische Methode zur Behandlung der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS). Sie kann dabei helfen, traumatische Erinnerungen zu verarbeiten und die damit verbundenen psychischen Beschwerden zu verringern.
Traumatische Erfahrungen können beispielsweise im Zusammenhang mit schweren Verkehrsunfällen (Auto-, Motorrad- oder Fahrradunfällen), Arbeits- und Sportunfällen, Bränden, Naturkatastrophen oder anderen lebensbedrohlichen Situationen entstehen. Auch das unmittelbare Miterleben schwerer Unfälle oder lebensbedrohlicher Ereignisse kann psychische Folgen haben.
Darüber hinaus können medizinische Notfälle und belastende medizinische Erfahrungen, beispielsweise Notoperationen, intensivmedizinische Behandlungen, lebensbedrohliche Erkrankungen oder schwerwiegende Geburtskomplikationen wie ein Notkaiserschnitt, als traumatisch erlebt werden.
Mögliche Beschwerden sind wiederkehrende belastende Erinnerungen, Albträume, Ängste, innere Anspannung, Schlafstörungen oder das Vermeiden von Situationen, die an das Erlebte erinnern. Nicht jede belastende Erfahrung führt jedoch zu einer PTBS.
Bei EMDR werden traumatische Erinnerungen in einem strukturierten therapeutischen Vorgehen bearbeitet. Dabei kommen unter anderem angeleitete Augenbewegungen oder andere abwechselnde Reize zum Einsatz. Ziel ist es, die Verarbeitung der Erinnerungen zu unterstützen und die damit verbundene emotionale Belastung zu verringern.
In meiner Praxis setze ich EMDR bei entsprechender Indikation im Rahmen der kognitiven Verhaltenstherapie ein. Voraussetzung ist eine sorgfältige diagnostische Abklärung. Die Behandlung wird individuell geplant und auf Ihre Beschwerden und Bedürfnisse abgestimmt.

