Angststörungen
Angst ist grundsätzlich eine sinnvolle und wichtige Reaktion. Sie hilft uns, Gefahren zu erkennen, vorsichtig zu handeln und uns zu schützen. Problematisch wird Angst jedoch dann, wenn sie in Situationen auftritt, die objektiv nicht gefährlich sind, oder wenn sie so stark wird, dass sie den Alltag deutlich einschränkt.
Bei Angststörungen entsteht häufig ein Teufelskreis: Bestimmte Situationen, Körperempfindungen oder Gedanken lösen Angst aus. Um die Angst kurzfristig zu verringern, werden diese Situationen vermieden oder nur noch mit großer Anspannung ausgehalten. Langfristig kann die Angst dadurch stärker werden und immer mehr Lebensbereiche einschränken.
Zu den häufigen Angststörungen zählen unter anderem Panikstörung und Agoraphobie, soziale Ängste, Gesundheits- und Krankheitsängste sowie spezifische Phobien. Hierzu gehören beispielsweise Tierphobien wie Wespen- oder Spinnenphobie, Höhenangst, Flugangst, Angst vor engen Räumen sowie Blut-, Spritzen- und Verletzungsphobien.
In meiner Praxis behandle ich Angststörungen im Rahmen der kognitiven Verhaltenstherapie. Ein wichtiger Bestandteil ist dabei die Expositionstherapie, also die schrittweise und therapeutisch begleitete Auseinandersetzung mit angstauslösenden Situationen, Körperempfindungen oder Erinnerungen. Ziel ist es, Angst besser zu verstehen, Vermeidung abzubauen und wieder mehr Sicherheit, Freiheit und Lebensqualität zu gewinnen.

